Version: 13.02.2004


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Naloxon
NeoRecormon
Novalgin
     


Naloxon
WirkstoffNaloxon
Stoffgruppe Opiat-Antagonist, Antidote
Pharmazeut ratiopharm, curamed
Indikation Aufhebung der atemdämpfenden Wirkung und Koma durch Opioide mit Ausnahme von Beprenorphin
Kontraindikation Behandlung von Patienten (eingeschlossen die Neugeborenen von Müttern), die hohe Dose Opioid erhalten haben oder bei denen eine physische Abhängigkeit besteht
Schwangerschaft, Stillzeit
Wirkung spezifischer, kompetitiver Opioid-Antagonist ohne klinisch relevante intrinsische Aktivität, größte Affinität zum µ-Rezeptor, der für Analgensie und Atemdepression verantwortlich ist
Nebenwirkung bei schnelle Injektion: Übelkeit, Erbrechen
Akutes Entzugssyndrom
Dosierung 1 Amp. enthält 1ml mit 0,4mg Naloxon
LD50 bei Ratte: 100-150mg/kg KG
Applikation i.v., i.m., s.c.
Verwendbar mit NaCl 0,9%, Glucose 5%
Inkompatibilität u.a. nicht mit alkalischen Lösungen mischen
Wirkungseintritt sehr rasch
Halbwertszeit 70 Minuten
Langzeittherapie keine Empfehlung
Haltbarkeit fertige Lösung umgehend verwenden
Aufbewahrung nicht über 25C


NeoRecormon 500IE
WirkstoffEpoetin beta (rekombinantes humanes Erythropoietin)
Stoffgruppe Antianämika
Pharmazeut Roche
Indikation Behandlung der Anämie bei Niereninsuffizienz
Vorbeugung einer Frühgeborenenanämie (Geburtsgewicht 750-1500g)
Steigerung der Menge an Eigenblut bei Eigenblutspende
Bei Anämien durch Cisplatin-Chemotherapie
Anämie bei Myelom, Non-Hodgkin-Lymphom, CLL
Kontraindikation schlecht kontrolierte Hypertonie
Zur Erhöhung der Menge an Eigenblut: Schlaganfall und Herzinfarkt innerhalb des letzten Monats vor Therapie
Wirkung Glykoprotein, welches die Bildung von Erythrozyten aus den Vorläuferzellen stimuliert
Nebenwirkung Etwa 8% der behandelten Patienten bekommen Nebenwirkungen. Am häufigsten sind dies Blutdruckanstieg oder Verschlechterung einer Hypertonie sowie Kopfschmerzen
Dosierung Die Dosis ist je nach Anwendung und Hämatokrit unterschiedlich
Bei Anämie mit chronischen Nierenerkrankungen: Anfangs 3x20IE pro kg KG und Woche s.c., bzw. 3x40IE/kg KG und Woche i.v.
Applikation i.v., s.c.
Verwendbar mit nur mit beigefügten Lösungsmittel verwenden (Aqua)
Inkompatibilität nicht mit anderen Arzneimitteln mischen
Wirkungseintritt k.A.
Halbwertszeit zwischen 4 und 12 Stunden (i.v.)
Langzeittherapie keine Empfehlung
Haltbarkeit fertige Lösung innerhalb von 2 Stunden verbrauchen
Aufbewahrung 2-8C (im Kühlschrank), Inhalt vor Licht schützen


Novalgin
WirkstoffMetamizol-Natrium (1g/2ml)
Stoffgruppe Analgetikum, Antipyretikum, Pyrazolonderivat
Pharmazeut Aventis Pharma
Indikation akute starke Schmerzen, Koliken, hohes Fieber (das auf andere Maßnahmen nicht anspricht)
Kontraindikation Analgetika-Asthmasyndrom, Glukose-6-Phostphat-Dehydrogenase-Mangel, hepat. Porphyrie, Knochenmarksfunktionsstörung, bestehende Hypotonie
ist plazentagängig, geht in die Muttermilch über
Wirkung Wird umgebaut zu 4-N-Methylaminoantipyrin (Hydrolyse)
Nebenwirkung im Bereich 0,01-0,1%: Anaphylaktische Symptome, Hauterscheinungen, Hypotonie, Leuko- und Thrombopenie
Dosierung 1-2ml [0,5-1g] (bis 5ml/2,5g)
Tagesdosis bis 10ml [=5g]
Applikation i.v., i.m.
Verwendbar mit NaCl 0,9%, Glucose 5%, Ringer-Lactat-Lösung
Inkompatibilität nicht mit anderen Therapeutika mischen
Wirkungseintritt rasch
Halbwertszeit k.A.
Langzeittherapie -
Haltbarkeit fertige Lösung begrenzt stabil, sofortige Verwendung
Aufbewahrung Originalpackung


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